Carl-Toepfer-StiftungCarl-Toepfer-Stiftung
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Profil Carl Toepfer

Kindheit und Jugend: Thüringen; Schiffe und Klaviere

Carl Toepfer (23.06.1870–18.08.1959) stammte aus einer Erfurter Kaufmannsfamilie. Da er den Wunsch hatte, zur See zu fahren, verließ er als Vierzehnjähriger seine Heimat und ging über Hamburg nach Bremen, wo er im Oktober 1884 als Schiffsjunge anheuerte. Bis August 1893 bereiste er vornehmlich auf Segelschiffen alle Weltmeere. Aufgrund seiner Rot-Grün-Blindheit konnte er jedoch nicht wie gewünscht Kapitän werden. Deshalb ging er an Land und begann im Oktober 1893 bei der Klavierfabrik Steinway in Hamburg eine Tätigkeit als Lagerist.

Ehemann und Vater

Anfang 1894 heiratete er die Scheeßeler Bauerntochter Engel Maria Volkmer (12.08.1861–08.06.1937). Sie bekamen fünf Kinder: vier Jungen und ein Mädchen. Alfred war der Erstgeborene (1894). Zwei seiner Brüder fielen im 1. Weltkrieg. Carl Toepfer war nach den Worten seines ältesten Sohnes ein strenger Erzieher: Er achtete auf gute Ausbildung, wählte die Stätten dazu bewusst aus und bestimmte auch die Berufswahl seiner Kinder. Seinen ältesten Sohn Alfred, der gern Landwirt oder Architekt geworden wäre, bestimmte er zum Kaufmann und wählte als Lehrfirma eine »mit gründlicher Ausbildung und harter Zucht«.

Selbstständigkeit und Militärdienst

Carl Toepfer arbeitete sich bei Steinway bis zum Betriebsleiter hoch, musste seine Position jedoch 1915 aufgeben, als die Produktion bei Steinway kriegsbedingt zum Erliegen kam. Daraufhin machte er sich selbstständig, gründete die Cato Handels GmbH und handelte mit Papierartikeln für den Bäckerei- und Konditoreifachhandel. Als er Ende 1916 zur Marine nach Cuxhaven eingezogen wurde, führten seine in Hamburg verbliebenen Kinder das Geschäft weiter.

Übergabe der Firma und Rentenalter

Die Firma Carl Toepfers arbeitete mit weniger als fünf Angestellten. Sie war in keiner Weise mit der Firma Alfred Toepfers zu vergleichen: Dieser hatte sich 1920 als Kaufmann selbstständig gemacht und seinen Vater bereits im ersten Jahr der Selbstständigkeit überflügelt. Mit dem Eintritt ins Rentenalter in den 1930er Jahren übergab Carl Toepfer seine Firma an die Schwester seiner Schwiegertochter Emma Johanna (der Frau von Alfred Toepfer). 1935 zog er mit seiner Frau an die Elbchaussee in das spätere Gästehaus der Stiftung. Engel Maria Toepfer starb 1937, Carl Toepfer überlebte sie um 22 Jahre; er starb 1959.

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